TUI Cruises: Kreuzfahrtgeschäft normalisiert sich wieder

Nach der Havarie der "Costa Concordia" mit mindestens 25 Toten vor der italienischen Küste sei in den Reisebüros bei der Buchung von Schiffspassagen zwar zunächst etwas Zurückhaltung spürbar gewesen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes in Berlin. Vor allem Neukunden hätten gezögert, nicht so sehr die, die schon auf Schiffen unterwegs waren. Inzwischen normalisiere sich das Geschäft aber wieder. Von Stornierungen habe sie noch nichts gehört, sagte die Sprecherin.

Der TUI-Konzern sieht sein Geschäft mit der Kreuzschifffahrt von den Costa-Unglücken bisher nicht beeinträchtigt. Die Abfahrten für das laufende Jahr seien weitgehend gebucht, Stornierungswünsche gebe es nicht, sagte ein Konzernsprecher am Freitag in Hannover auf Anfrage. Die Nachfrage sei unverändert hoch. Das gelte sowohl für Hapag-Lloyd als auch für die beiden Schiffe von TUI Cruises, die TUI als Joint Venture mit der Royal-Caribbean-Reederei betreibt.

Die Auslastung bei TUI Cruises lag im vorigen Geschäftsjahr bis Ende September bei 87,3 Prozent. Von Oktober bis Ende Dezember waren die schwimmenden Hotels sogar zu 98,8 Prozent gefüllt. Die teuren Kreuzfahrten auf den Luxuslinern von Hapag-Lloyd waren zu rund drei Vierteln ausgebucht.

Wie die Nachfrage sich in diesem Jahr entwickele, darüber habe man noch keinen Überblick, sagte der TUI-Sprecher. Die Abfahrten für 2013/14 seien erst seit Donnerstag buchbar. Zudem sei der Vorjahresvergleich schwierig, weil TUI Cruises seit Mai 2011 ein zweites Schiff im Markt habe. Die Kapazitäten hatten sich dadurch ungefähr verdoppelt.

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