Verkehrsengpässe durch JaWePo befürchtet
Wissenschaftler der Fachhochschulen Emden und Wilhelmshaven befürchten nach der Fertigstellung des neuen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven Verkehrsengpässe.
Der Jade-Weser-Port könne zwar auf eine robuste Verkehrsanbindung bauen, die Bahnstrecke nach Wilhelmshaven müsse jedoch elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden, sagten die Forscher am Freitag in Oldenburg. Zudem seien Knotenpunkte der Bahn in Oldenburg und Bremen nicht ausreichend. Bei den Übergängen von Bahnschienen auf Straßen könne es kritisch werden. Die Anbindung an das Straßennetz sei dagegen unproblematisch. Bisher nicht bedacht worden sei die Entlastung der Straße durch Binnenschiffe, etwa durch Anbindung an den Ems-Jade-Kanal.
Problematisch sehen die Forscher des Hochschulinstituts für Logistik (HILOG) auch die zu erwartenden Lärmemissionen. Nach der Studie ist vom Jahr 2013 an mit einem Umschlag von 2,7 Millionen Containern zu rechnen. 60 Prozent davon laufen über Schiffe, 20 Prozent über Straßen und 20 Prozent über die Bahn. Der Bahnverkehr werde um bis zu 250 Prozent von derzeit 24 um 19 bis 36 Züge zulegen.