Vermisste Fischer tot geborgen
Eineinhalb Tage nach einem Schiffsunglück vor der bretonischen Küste sind am Dienstagabend die Leichen vier vermisster Fischer geborgen worden. Das teilte die französische Küstenwache am Mittwoch in Brest mit. Damit erhöhte sich die Zahl der Opfer auf insgesamt sechs.
Der Fischkutter "Die kleine Julie" war am Montagmorgen bei stürmischer See gekentert. Etwa 50 Kilometer nördlich der Westspitze der Bretagne hatte der Kapitän einen letzten Funkspruch abgegeben. Die Besatzung bestand aus vier Franzosen und drei Portugiesen.
Ein portugiesischer Fischer überlebte das Unglück. Wie der französische Fernsehsender France 2 berichtete, wurde der Mann nur mit einem T-Shirt und einer Unterhose bekleidet von einem Hubschrauber gerettet. Er erlitt im 10 Grad kalten Wasser Erfrierungen. Obwohl neben der Küstenwache auch weitere Fischerboote nach den vermissten Besatzungsmitgliedern suchten, konnten sie nur tot geborgen werden. In Frankreich sterben jährlich etwa 20 Fischer bei ihrer Arbeit.