Weniger Schiffe über Weihnachten

Der Hamburger Hafen wird über die Feiertage von deutlich weniger Schiffen angelaufen als noch im Vorjahr. Wegen der Wirtschaftskrise sei zugleich das Ladungsvolumen um etwa 18 Prozent zurückgegangen, sagte eine Sprecherin der Hafengesellschaft Hamburg Port Authority (HPA) auf ddp-Anfrage.

Außerdem mussten im Hafen zehn Schiffe ohne Beschäftigung zwangsweise festmachen. Der Hafenbetrieb werde über die Feiertage normal weiterlaufen, hieß es.

Viele Reeder hätten sich aufgrund der Wirtschaftskrise zusammengeschlossen und nutzten Schiffe deshalb gemeinsam, sagte die Sprecherin weiter. Deshalb sei die Zahl der den Hafen anlaufenden Schiffe gesunken, das Ladungsvolumen pro Schiff jedoch entsprechend gestiegen. Dennoch liege das Gesamtvolumen der im Hafen umgeschlagenen Ladung unter dem des Vorjahres. Der Gesamtgüterumschlag war mit 82,8 Millionen Tonnen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 22,9 Prozent eingebrochen und lag damit erheblich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraumes.

Wie viele Schiffe deutscher Eigner derzeit aufliegen, kann nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) nicht genau ermittelt werden. Weltweit werde von etwa 550 Aufliegern ausgegangen, wobei es sich ausschließlich um Containerschiffe handle, sagte ein VDR-Sprecher. Darüber hinaus seien Auflieger überhaupt erst seit November 2008 registriert worden.

Für die Seeleute, die die Feiertage an Bord der Schiffe im Hamburger Hafen verbringen, veranstaltet der Seemannsclub Duckdalben der Deutschen Seemannsmission ein Weihnachtsprogramm. Heiligabend werden die Seeleute bereits ab dem Morgen an Bord besucht, ab dem Nachmittag gebe es im Club eine ökumenische Andacht in verschiedenen Sprachen, ein Raclette-Essen und Geschenke, sagte Seemannsdiakonin Corinna Dohotariu. Auch zu Silvester werde ein Programm für die Seeleute organisiert. Pro Feiertag sei mit mindestens 150 Besuchern zu rechnen.

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