Werft soll von Mutterkonzern gelöst werden

Nach der Insolvenz des Windkraftzulieferers SIAG Schaaf Industrie soll das Tochterunternehmen in Emden, die Werft Nordseewerke, voraussichtlich von der Muttergesellschaft abgetrennt werden. Darüber bestehe nach Gesprächen zwischen der Nord/LB und dem vorläufigen Insolvenzverwalter Einigkeit, sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) jetzt im Landtag in Hannover.

Landesbank und Insolvenzverwalter seien verhalten optimistisch.
Derzeit werde ein Fortführungsprogramm für die SIAG Nordseewerke erstellt, was vier bis sechs Wochen dauere. Die erforderliche Liquidität werde von der Landesbank zur Verfügung gestellt, dafür sei die Zustimmung des Landes erforderlich. "Die Auftragslage der Nordseewerke ist im Übrigen gut. Wir tun also alles, um die Arbeitsplätze in Emden zu erhalten und zu sichern", sagte McAllister.

SIAG Schaaf Industrie hatte am Montag Insolvenzantrag eingereicht. Das Unternehmen stellt Stahlelemente für Windkraftanlagen an Land und auf dem Meer her. Der Insolvenzantrag bei SIAG bezieht sich auch auf fünf Tochterfirmen, nicht aber auf die SIAG Nordseewerke in Emden mit rund 700 Mitarbeitern sowie die Auslandsgesellschaften.

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