Westerwelle verteidigt Anti-Piraten-Einsatz der deutschen Marine

Die deutsche Fregatte "Lübeck" ist derzeit im Anti-Piraterie-Einsatz. Foto: PIZ Marine
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Beteiligung der deutschen Marine am Anti-Piraten-Einsatz vor der afrikanischen Küste verteidigt. "Die Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen, auch die Wahrnehmung von Rohstoff-Interessen, muss Teil unserer strategischen Überlegungen sein", sagte er der "Wirtschaftswoche". "Es ist richtig, dass wir unseren Beitrag leisten, die internationalen Handelsstraßen zu schützen. Das sind strategische Interessen, es wäre falsch, sie nicht wahrzunehmen."
Natürlich müsse zunächst die Diplomatie versuchen, Konflikte zu lösen, sagte der Außenminister weiter. "Aber dort, wo man diplomatisch nicht weiterkommt, wie beispielsweise bei Terrorismus und Piraterie, bleibt uns nichts anderes übrig, als auch mit Waffengewalt unsere Seeleute zu schützen."