Wirtschaft setzt auf die Elbe als Wasserstraße

Die Wirtschaft setzt weiter auf die Elbe als Wasserstraße und hat erneut auf das große Potenzial des Flusses für die Transportwirtschaft hingewiesen. "Trotz noch unzureichender Schifffahrtsverhältnisse auf der Elbe gibt es bereits erfreuliche Logistikangebote und Planungen", sagte Peter Plewa, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes, am Dienstag bei einer Veranstaltung der Handelskammer in Hamburg. Vor allem wegen der zunehmenden Engpässe bei Straße und Schiene könne die Elbe künftig an Bedeutung gewinnen.

Die Wirtschaft in Deutschland und Tschechien müsse sich aber darauf verlassen können, dass bei Gütertransporten über die Elbe die Schiffe nicht durch Untiefen beeinträchtigt werden. Diese Zusage der Bundesregierung dürfe durch das vorgesehene Gesamtkonzept für die Elbe nicht relativiert werden, sagte Plewa. Die Ministerien für Umwelt und für Verkehr haben in einem Eckpunktepapier als Ziel festgelegt, dass sie eine umweltverträgliche Nutzung der Elbe als Schifffahrtsweg und den Schutz des wertvollen Naturraums in Einklang bringen wollen. Gegenwärtig sollen die betroffenen Bundesländer Stellungnahmen erarbeiten, die bis März vorliegen sollen.

Unter den gegebenen Bedingungen ist die Elbe oft im Sommer nicht tief genug für einen regelmäßigen Schiffsverkehr. Angestrebt wird unterhalb von Dresden eine Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter, oberhalb Dresdens von 1,50 Meter. Die Naturschutzverbände treten dagegen eher für eine Renaturierung der Elbe und die Verlagerung des Schiffsverkehrs auf Kanäle ein.

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