Zukunft der maritimen Medizin im Blick

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hat am gestrigen Mittwoch das 15. Internationale Symposium für Maritime Gesundheit (ISMH15) eröffnet.

Unter dem Motto „Sea, Port, Health & Environment“ diskutieren rund 400 Experten aus aller Welt aktuelle schifffahrtsmedizinische Fragestellungen. Neue Erkenntnisse und Entwicklungen werden noch bis einschließlich Samstag in rund 150 Vorträgen und Präsentationen vorgestellt.

„Die maritime Medizin muss sich neuen Herausforderungen stellen, um den Gesundheitsschutz sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten auf See weiter zu verbessern“, sagte Prüfer-Storcks mit Blick auf das Wachstum der Offshore-Branche, den Kreuzfahrt-Boom und die fortschreitende Digitalisierung mit ihren vielfältigen Möglichkeiten der Telemedizin. „In Hamburg wird zu diesen aktuellen Fragestellungen geforscht – als bedeutende Hafenmetropole ist unsere Stadt ein wichtiger Standort der internationalen Schifffahrtsmedizin mit fast 130-jähriger Tradition“, betonte die Gesundheitssenatorin.

Auf dem Kongresses wird unter anderem das Hamburger Verbundprojekt „E-Healthy Ship“ vorgestellt. Es hat zum Ziel, Besatzungen von Handelsschiffen, die in der Regel aus medizinischen Laien bestehen, bei der Krankenbehandlung auf hoher See zu unterstützen. So werden beispielsweise ein elektronisches Krankenbuch mit direkter Schnittstelle zur Bordapotheke, elektronisch ausfüllbare Notfallprotokolle und die Bereitstellung medizinischer E-Books erprobt. Das Vorhaben nimmt zugleich die Gesundheitsprävention in den Blick und entwickelt Lösungen, um Besatzungsmitglieder kultursensitiv über Themen wie Ernährung, Sport und Entspannung zu beraten.

„E-Healthy Ship“ wird von der Europäischen Union und der Freien Hansestadt Hamburg gefördert. Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die beiden Hamburger Reedereien Peter Döhle Schiffahrts-KG und KG Reederei Roth GmbH & Co. bek

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