Zukunft der WSD Nord weiter ungewiss

Die Zukunft der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord ist weiter unklar. Medienberichte, wonach ein großer Teil der Behörde von Kiel nach Bonn verlegt werden soll, wollte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums nicht bestätigen. "Es wird eine Verwaltungsreform geben, aber wie die aussehen wird, dazu kann ich derzeit nichts sagen", betonte er. Den Berichten zufolge soll in Bonn eine neue Direktion mit dem Schwerpunkt Binnenwasserstraßennetz aufgebaut werden.

Eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsdirektion sei schon länger geplant, sagte der Sprecher. Sie ziele vor allem darauf ab, die Wasserstraßen nach ihrer Bedeutung für den Schiffsverkehr neu zu kategorisieren. Die Verwaltungsstruktur solle daran angepasst werden. Ein Abschlussbericht mit entsprechenden Vorschlägen wird nach seinen Angaben dem Bundestag im Mai vorgestellt. Erst danach wolle man die Öffentlichkeit informieren.

Einen möglichen Umzug der WSD Nord von der Förde an den Rhein lehnen die Parteien im Norden unisono vehement ab. Die Reaktionen reichten von "Schnapsidee" bis "Blödsinn". Eine Reform sei zwar nötig, aber die Verwaltung von Wasserstraßen und Seewegen gehöre an die Küste, so der Tenor. Zur WSD Nord gehören sieben Wasser- und Schifffahrtsämter.

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