Zusätzliche Hilfe für P+S-Werften

Die KfW-Ipex hat zugesagt, die Finanzierung in die Wege zu leiten. Foto: P+S Werften
Die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast erhalten von Land, Bund und Banken Unterstützung bei der Finanzierung von Schiffbauaufträgen. Die Beteiligten hätten sich am Mittwochabend in Berlin grundsätzlich auf weitere Hilfen geeinigt, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag. "Der Bau von Spezialschiffen ist teurer und anspruchsvoller als der von Standardschiffen. Wir unterstützen das Unternehmen auf diesem Weg." Dazu solle der vorhandene Bürgschaftsrahmen von 326 Millionen Euro für die P+S-Werften voll ausgeschöpft werden. Zudem habe die KfW-Ipex zugesagt, die Finanzierung in die Wege zu leiten.
Einem Bericht von NDR 1 Radio MV zufolge geht es um Kreditlinien in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die Zwischenfinanzierung für den Bau eines Offshore-Konstruktionsschiffes abgesichert werden. Der Auftrag war bereits 2009 akquiriert worden, stand aber unter Finanzierungsvorbehalt. Im Haushaltsentwurf für 2012/2013 sieht die Landesregierung eine Aufstockung der Finanzgarantien von 700 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro für alle Werften in Mecklenburg-Vorpommern vor. Mit den Kreditbürgschaften werden Darlehen der Werften zur Vorfinanzierung oder der Reeder beim Kauf der Schiffe abgesichert. Nach der Finanzkrise hatten sich Banken zunehmend aus der Finanzierung von Schiffbauten zurückgezogen.