Zweiter "Arctic Sea"-Entführer verurteilt

Zehn Monate nach der Odyssee der „Arctic Sea" hat ein russisches Gericht einen weiteren der mutmaßlichen Entführer zu einer Haftstrafe verurteilt.

Die siebenjährige Strafe liege unter dem Mindestmaß für Freiheitsberaubung und Erpressung, da der Lette mit der Justiz kooperiert habe, teilte ein Moskauer Gericht Ende vergangener Woche mit. Das Verschwinden des mit Holz beladenen Schiffes der Reederei Solchart in der Ostsee beschäftigte im Sommer 2009 Geheimdienste von fast 20 Staaten. Um die tatsächliche oder nur vorgetäuschte Entführung ranken sich seitdem Gerüchte über Waffenschmuggel und Geldprobleme des Reeders. Russland werde Rechtshilfeersuchen an andere Staaten richten, da der Verurteilte Hintermänner genannt habe, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Dabei soll es sich um Deutschland und Estland handeln. Im Mai war der erste der gefassten acht Männer nach einem Geständnis zu fünf Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

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