Drewry: Die Schiffsbetriebskosten steigen

Die Kosten für den Schiffsbetrieb werden in den beiden kommenden Jahren zulegen, erwartet Drewry. Für das laufende Jahr sieht das Beratungsunternehmen die Kosten jedoch rückläufig.

Damit setzt sich in diesem Jahr der Trend fort, den Moore Stephens Anfang Oktober für das vergangene Jahr aufgezeigt hatte. Nach Erhebungen von Moore Stephens reduzierten sich die Kosten 2014 um durchschnittlich 0,8 Prozent. Im Jahr zuvor lag der Kostenrückgang bei 0,3 Prozent. Bei Containerschiffen und Tankern waren die Kosten 2014 mit 1,1 bis 1,2 Prozent etwas mehr zurückgegangen als bei Bulkern mit 0,6 Prozent.

Drewry zeigt jetzt noch einmal die Entwicklung der Schiffsbetriebskosten seit 2005 (siehe Grafik) – mit einem deutlichen Anstieg bis ins Jahr 2008, der nicht zuletzt die Prognosen vieler KG-Schiffe ad absurdum führte und dadurch teilweise drastische Planverfehlungen hervorrief. In den Folgejahren zogen die Kosten kaum noch an, bis hin zu den Rückgängen 2014 und 2015.

Doch jetzt zeichnet sich eine erneute Trendwende ab. „Die operativen Kosten dürften künftig wieder steigen, da der Spielraum für weitere Kostensenkungen sehr begrenzt ist“, sagte Nigel Gardiner, Managing Director bei Drewry. Doch auch die zu erwartenden Steigerungen dürften sich in Grenzen halten, weil etwa die Preise für Schmieröl nur moderat zulegen dürften. Bei einer relativ schwachen Weltwirtschaft dürfte auch die Inflation gering bleiben, so Gardiner.

Im Gegensatz zu Drewry hatte Moore Stephens bereits für das laufende Jahr einen leichten Anstieg der Kosten prognostiziert. Die größten Anstiege erwarten die Analysten beim Personal, bei Reparatur und Instandhaltung und bei Umrüstungen. Im Schnitt sei für 2016 eine Steigerung von 3,1 Prozent zu erwarten. fab

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