„Sylt“ verursacht Ölverschmutzung

Der 141 Meter lange 889-TEU-Frachter „Sylt“ hatte im Hamburger Hafen Grundberührung, Foto: Hasenpusch
Der Containerfrachter „Sylt“ hat nach einer Havarie eine Ölverschmutzung auf der Weser verursacht.
Das 889-TEU-Feederschiff (IMO 9429273) hatte vergangene Woche im Hamburger Hafen Grund berührt, seine Reise fortgesetzt und in Bremerhaven festgemacht.
Die Gewässerverunreinigung der „Sylt“ fiel in Hamburg erst später auf. Daraufhin begannen in Bremerhaven, wo das 141 Meter lange und 23 Meter breite Schiff an der Stromkaje festgemacht hatte, die Ermittlungen. Als Beamte der Wasserschutzpolizei den unter Antigua-Barbuda-Flagge fahrenden Frachter betraten, stellten sie fest, dass im Bugbereich Öl austrat und in die Weser lief.
Ob die Grundberührung in Hamburg im Zusammenhang mit den Beschädigungen am Bugstrahlruder und der Gewässerverunreinigung in Bremerhaven stand, war noch Gegenstand der Ermittlungen.
Der Ölfilm erstreckte sich vom Bug ausgehend auf einer Fläche von 800 Quadratmetern. Durch sofortige Maßnahmen an Bord des Schiffes konnte verhindert werden, dass weiteres Öl auslief.
Die Schiffsführung hatte bereits während des Anlegemanövers an der Stromkaje Beschädigungen am Bugstrahlruder festgestellt, dazu Ölverlust im Hydrauliksystem. Gegen den 37 Jahre alten philippinischen Kapitän wurde eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung erlassen und durch die Staatsanwaltschaft Bremerhaven eine Sicherheitsleistung in Höhe von 7000 Euro angeordnet. Die Wasserschutzpolizei stellte fest, dass das Containerschiff unterbesetzt war. Ein weiterer Mann hätte sich an Bord befinden müssen. Die „Sylt“ durfte Bremerhaven mittlerweile verlassen und nahm Kurs auf Kopenha gen.
Das 11.000-tdw-Schiff entstand 2012 bei der chinesischen Werft Fujian Mawei und zählt zur Flotte der Reederei Eckhoff. ts/fab


