„Tete Oldendorff“ zum Umbau in China

Die „Tete Oldendorff“ ist gut ein Jahr nach ihrem Ankauf durch die Lübecker Reederei Oldendorff für einen mehrere Monate dauernden Umbau in China eingetroffen.

Der 88.266-tdw-Bulker, einst als „Ikan Kurau“ unterwegs, entstand 2006 in China, liegt jetzt bei der Chengxi Ship yard in Jiangyin am Yangtze River und soll im Sommer als Transloader unter dem neuen Namen „Anna Oldendorff“ wieder in Fahrt kommen. Für die Umbauarbeiten sind nach Angaben der Reederei rund 2500 Tonnen Stahl erforderlich. Der 230 Meter lange und 38 Meter breite Fünf-Luken-Frachter, den Oldendorff für 6,25 Millionen Dollar erworben hatte, wird mit Generatoren, drei seitlich angeordneten Liebherr-MPG-Kranen, Fülltrichtern, Förderbändern und Löschauslegern ausgestattet. Für die Unterbringung von zusätzlichen 16 Besatzungsmitgliedern muss auch das Deckshaus vergrößert werden.

Die „Anna Oldendorff“ wird nach Abschluss der Umbauarbeiten Kurs auf den Arabischen Golf nehmen. Auf einer Tiefwasser-Position 22 Seemeilen vor Abu Dhabi soll sie von dort vor Anker gehenden Capesize-Bulkern Erzladungen aus Brasilien, Kanada und Norwegen übernehmen und an vier selbstfahrende 13.400-tdw-Barges abgeben. Diese Barges gehören Oldendorff selbst und sind für den Weitertransport zum 30 Seemeilen entfernten Stahlwerk im Musaffah Channel zuständig.

Die Reederei-Tochter Oldendorff Carriers Transshipment beschäftigt in den Golfstaaten insgesamt vier Transloader, die von den Cape size-Frachtern Teilladungen von 50.000 bis 80.000 Tonnen übernehmen und in Häfen mit Tiefgangsbeschränkungen in Bahrain, Saudi-Arabien und Katar löschen. Es handelt sich um die 1998 in Rio de Janeiro entstandene und vor zehn Jahren umgebaute „Johanna Oldendorff“ mit einer Tragfähigkeit von 67.500 tdw, zudem die 2015 als Neubauten aus China gelieferten 94.000-Tonner „Al fred Oldendorff“ und „Antonie Oldendorff“. Und auch die 1982 als OBO-Carrier bei Hyundai in Ulsan gebaute „E. Oldendorff“ mit 77.459 tdw gehört dazu. Dieses Schiff war nach dem Kauf durch Oldendorff 2008 für Transshipment-Aufgaben umgebaut worden und war dann überwiegend für Emirates Steel im Einsatz. Die „E. Oldendorff“ wird nach Ankunft der „Anna Oldendorff“ außer Dienst gestellt.

Oldendorff hatte zuletzt die ersten beiden von drei angekündigten Bulker-Käufen vollzogen (THB 21. Februar 2017). Die „Fulvia“ (IMO 9570852) wurde in „Charlotte Oldendorff“ umbenannt. Die „Endeavor Sky“ (IMO 9713923) heißt jetzt „Catharina Oldendorff“. ED/fab

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