Marenave muss verkaufen

Die angeschlagene Marenave Schiffahrts AG trennt sich von ihrem nach eigenen Angaben wertvollsten Schiff.

Für den Autotransporter „Höegh Berlin“ wurde ein Kaufvertrag geschlossen, teilte die Hamburger Reederei jetzt mit. Zum Käufer macht das Unternehmen keine Angaben. Der Vertrag stünde noch unter dem Vorbehalt bestimmter Voraussetzungen.

Der Verkauf ist Teil der Sanierungsvereinbarung, die Marrenave mit den finanzierenden Banken Ende März getroffen hatte. Für die Reederei ist es zugleich ein „notwendiger Zwischenschritt“, um von der Haftung für Verbindlichkeiten zur Absicherung von Schiffsfinanzierungsdarlehen befreit zu werden. Die Enthaftung wiederum ist Voraussetzung dafür, dass die Investorenverträge mit der Offen-Gruppe und der DEVK-Versicherung umgesetzt werden. Offen und DEVK hatten im Februar ihren Einstieg bei Marenave bekannt gegeben. Außerdem ist Ernst Russ (ehemals HCI Capital) an Mare nave beteiligt.

Die Rückflüsse aus dem Verkauf der „Höegh Berlin“ muss Marenave vor allem für die Rückführung von Schiffskrediten aufwenden. Ein Teil der Erlöse ist aber auch für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs und von noch zu beschließenden „Kapitalmaßnahmen mit dem Ziel des Aufbaus einer neuen Flotte und der Realisierung maritimer Projekte“ vorgesehen, so Marenave. fab

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