„Milan“ gegen Gebot abzugeben

Gebote erwünscht: Der Schwimmgreifer „Milan“ steht zum Verkauf, Foto: Vebeg
Die Vebeg, das Verwertungsunternehmen des Bundes, bietet derzeit einen Schwimmgreifer zum Verkauf an. Bis zum 10. März können über die Onlineplattform noch Gebote für den in Neckarsteinbach liegenden „Milan“ abgegeben werden. Der Name des ausgemusterten Behördenschiffes darf vom Käufer nicht übernommen werden.
Das 21,30 Meter lange und 7,70 Meter breite Schiff hatte die Weserwerft in Minden 1968 für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes gebaut. 1997 erfolgte auf der Werft Hans Boost in Trier ein Umbau. Aus der Zeit des Umbaus stammt auch der an Bord installierte Seilbagger des Herstellers Sennebogen, Typ 625 A-K/B. Der Arbeitsbereich des Ausleger reicht bis zu 15,50 Meter weit.
2018 hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Neckar den Schwimmgreifer außer Betrieb genommen, laut Vebeg-Ausschreibungsunterlagen wurde er seitdem auch nicht mehr bewegt. Die Gültigkeit des Gemeinschaftszeugnisses für das Spezialschiff ist am 30. Oktober 2019 erloschen.
Im Angebot hat die Vebeg derzeit auch noch das Aufsichtsboot „Bullay“ des WSA Koblenz. Die Angebotsfrist läuft am 18. Februar ab. Das 1963 auf der Siebert Werft in Berlin gebaute Boot war vergangenes Jahr gekentert und wurde geborgen. Um ein Verschleppen zu ermöglichen, wurden sämtliche Öffnungen in der Außenhaut dichtgeschweißt. Das Aufsichtsboot ist 14,72 Meter lang und 3,23 Meter breit. Das Gemeinschaftszeugnis ist noch bis Juni 2020 gültig.
Auf der Internetseite www.vebeg.de können Interessierte die Details zu Besichtigungsterminen nachlesen.
Zuletzt lief über die Vebeg die Auktion des ehemaligen Forschungsschiffes „Poseidon“, das künftig als Rettungsschiff fahren soll. tja
