Naveiro-Flotte vor Auflösung

Die 2009 bei Factoria Naval de Marin gebaute „Portalegre“ geht an die Reederei Briese, Foto: Hasenpusch
Die portugiesische Reederei Naveiro Transportes Maritimos (Estoril) hat ihre Aktivitäten in der europäischen Küstenschifffahrt eingestellt.
Ihre Flotte, die vor wenigen Monaten noch aus zwölf zum Teil ehemals deutschen Minibulkern zwischen 2500 und 4700 tdw bestand, ist weitgehend aufgelöst. Nur für vier Einheiten liegen noch keine Informationen über neue Eigentümer vor. Die Leeraner Reederei Briese Schiffahrt erhielt jetzt bei einer Versteigerung in Lissabon bei einem Gebot von 2,85 Millionen Dollar den Zuschlag für die 2009 von der spanischen Werft Factoria Naval de Marin gelieferte und damit zu den jüngsten Naveiro-Frachtern gehörende „Portalegre“ (IMO 9360477) mit einer Tragfähigkeit von 4672 Tonnen. Unter dem neuen Namen „Adiante“ (portugiesisch für „Vorwärts“) bleibt das Schiff unverändert auf Madeira registriert. Es handelt sich um einen 89,50 Meter langen, 13,70 Meter breiten und sechs Meter tiefgehenden 2956-BRZ-Singledecker mit einem 61 Meter langen und für schwere Güter besonders verstärkten Laderaum. Die Schnittholz-Ladekapazität liegt bei 5500 Kubikmetern. Ein 1850 Kilowatt leistender MaK-Motor sorgt für eine Geschwindigkeit von zwölf Knoten.
Das Schwesterschiff „Chaves“ übernahm die Reederei Kustvaartbedrijf Moerman im niederländischen Ridderkerk, die ebenfalls baugleiche „Penafiel“ ging als „Scot Trader“ an die Scotline in Rochester, und Spanier sollen „Silves“ oder „Viseu“ ersteigert haben. „Lamego“ wurde als „Celtic Crusader“ an Charles M. Willie in Cardiff veräußert, „Guimaraes“ fand unter dem neuen Namen „Seven Seas“ in Israel neue Eigner, „Ovar“ fährt jetzt als „Fluvius Teign“ für die britische Reederei Exe Shipping, und Baltnautic Shipping in Klaipeda übernahm die „Leiria“. ED/fab

