Oldendorff veräußert Eships

Oldendorff Carriers hat sich von der Emirates Ship Investment Company (Eships) mit Sitz in Abu Dhabi getrennt. Die ebenfalls in den Emiraten ansässige Logistikgruppe Tristar teilte jetzt mit, das Unternehmen für 90 Millionen Dollar zu übernehmen.

Damit wechseln gleichzeitig sieben Carrier den Besitzer. Die Flotte von Eships besteht zum einen aus fünf Produkten- und Chemikalientankern, darunter die 2010 gebaute „Gan-Tribute“ (IMO 9447744) mit 51.556 tdw, außerdem die vier 2006 und 2007 entstandenen 13.100-tdw-Carrier „Eships Agamid“ (IMO 9353864), „Eships Barracuda“ (IMO 9353876), „Eships Cobia“ (IMO 9353888) und „Eships Eagle“ (IMO 9353905). Zum anderen sind die 2010 abgelieferten LPG-Tanker „Eships Shamal“ (IMO 9506198) und „Eships Dana“ (IMO 9506186) mit jeweils 6500 cbm Bestandteil der Flotte. Die Einheiten sind in langfristigen Charterverträgen unterwegs. Der maritime Dienstleister VesselsValue.com schätzt den Marktwert der Frachter auf insgesamt 75,5 Millionen Dollar.

„Diese Akquisition passt perfekt zu unseren langfristig ausgerichteten Plänen, Einnahmequellen zu diversifizieren und die Reedereisparte zu einem integralen Bestandteil unseres Geschäfts zu machen“, sagte Tristar-Chef Eugene Mayne. In der Tankschifffahrt will das Unternehmen zu einem bedeutenden Marktteilnehmer aufsteigen. 2013 bestellte Tristar bei der koreanischen Werft Hyundai Mipo sechs Produktentanker mit Tragfähigkeiten von jeweils 50.000 tdw.

Die Ablieferungen sind für Mai 2016 zu einem Gesamtpreis von 200 Millionen Dollar vereinbart. Nach der Übernahme der Neubauten, die an Shell verchartert sind, und der Integration der sieben Eships-Carrier wird die Flotte von Tristar aus mehr als 20 Einheiten bestehen.

Oldendorff hatte Eships erst im Jahr 2014 von einem Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate, der Mubadala Development Company, übernommen. Die Reederei mit Hauptsitz in Lübeck hatte sich vom Deal erhebliche Synergien für das eigene Geschäft versprochen. Der Fokus von Oldendorff liegt jetzt jedoch auf der Trockenfracht. Im vergangenen Jahr hatte sich das Unternehmen bereits von fünf größeren Tankern getrennt. Die Flotte umfasst heute 483 Einheiten mit einer Tragfähigkeit von insgesamt 40,6 Millionen Tonnen, darunter 117 Capesize-Bulker, 112 Panamaxe, 129 Supramaxe und 72 Handysize-Bulker.

Zuletzt hatte Oldendorff Carriers den Post-Panamax-Frachter „Ikan Kurau“ (IMO 9342889) aus Japan gekauft. Der zehn Jahre alte 88.000-Tonner, für den nach unbestätigten Maklerinformationen 6,25 Millionen Dollar zu zahlen waren, kommt mit dem Traditionsnamen „Tete Oldendorff“ unter liberianischer Flagge zum Einsatz. Oldendorff Carriers mit Chairman Henning Oldendorff und CEO Peter Twiss erreicht einen Jahresumsatz von fünf Milliarden Dollar. An den Standorten in 60 Ländern beschäftigt das Unternehmen insgesamt 3500 Mitarbeiter. fab

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