Vöge verkauft letztes Schiff

Weiterer Verkauf bei der Reederei Vöge. Nach Abgabe der 1994 gebauten „Carola“ (1048 TEU) an die Continental Shipping Line (Singapur) und der 2001 in Dienst gestellten „Berit“ (868 TEU) an die Rotterdamer W.E.C. Lines wurde nun mit der neun Jahre alten „Robert“ auch der letzte Containerfrachter der Reederei Heinz-Georg Vöge (Stade-Abbenfleth) von der seit August 2014 insolventen Eignergesellschaft MS „Robert“ H. G. Vöge KG ins Ausland veräußert.

Das knapp fünf Jahre jüngere Schwesterschiff der in „WEC Vermeer“ umbe nannten „Berit“ wird die international als X-Press Feeders bekannte Reederei Sea Consortium (Singapur), der weltweit größte unabhängige Feeder-Carrier, in der kommenden Woche in Bremerhaven oder Hamburg übernehmen. Der Verkaufserlös soll sich, wie aus Maklerkreisen zu erfahren war, auf etwa 6,2 Millionen Euro belaufen. Der im Juli 2006 als Neubau 1233 von der Sietas-Werft gelieferte, 134,44 Meter lange, 22,50 Meter breite und 8,71 Meter tiefgehende 9981-BRZ-Frachter gehört zum Typ „168“, der umfangreichsten Neubauserie der Schiffbauer aus Neuenfelde.

Kapitän Robert Vöge, der die am 1. Oktober 1968 von seinem Vater H. G. Vöge mit dem Kauf eines gebrauchten Küstenfrachters gegründete Reederei Vöge heute führt, hat den Neuaufbau der Flotte bereits in Angriff genommen, wollte aber auf Anfrage zu den geplanten Ankäufen noch keine konkreten Angaben machen.

X-Press Feeders wird den 18,5 Knoten laufenden, 1A-eisverstärkten 11.300-Tonner „Robert“ nach einem kurzen Werftaufenthalt ab der zweiten November-Woche unter einem neuen Namen in ihrem Liniendienst von Rotterdam und Hamburg nach St. Petersburg und Finnland zum Einsatz bringen. Zuletzt war das Schiff in Charter der Göteborger Rederi AB TransAtlantic in deren TransFeeder Line North zwischen Nordfinnland, Schweden und Bremerhaven/Hamburg beschäftigt. Die „Robert“ wird hier nach dem Eignerwechsel durch das zwei Jahre jüngere Schwesterschiff „Ruth“ der Reederei Jens & Waller ersetzt. TransAtlantic beschäftigt in diesem Dienst außerdem die baugleiche „Jork“ des Reeders Hans-Uwe Meyer. ED/fab

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