Capesizer für Australien-China-Handel

Die JIP-Projektpartner bei der Unterzeichnung in Singapur (Bild: DNV GL)
Neue Regelungen zur Begrenzung der Schwefel- und Stickoxid-Emissionen ergänzen in einer wachsenden globalen Infrastruktur die breitere Akzeptanz von LNG als Treibstoff. Ein neues Gemeinschaftsprojekt will diese Entwicklung fördern.
Die norwegisch-deutsche Klassifikationsgesellschaft DNV GL, der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton, die Reederei Mitsui O.S.K. Lines, die Bergbaugesellschaft Rio Tinto, das Shanghai Merchant Ship Design & Research Institute (SDARI) und der australische Energiekonzern Woodside Petroleum vereinbarten jetzt in Singapur eine entsprechende Zusammenarbeit. Das JIP genannte Projekt soll das kommerzielle Potenzial von LNG-betriebenen Schiffen in einem „grünen Korridor“ zwischen Australien und China beurteilen. Im Zentrum steht dabei der Entwurf eines Capesize-Bulkers der neuen Generation.
„Je näher die Einführung von Grenzwerten kommt, desto größer ist das Interesse an Schiffen, die LNG als Treibstoff nutzen können“, sagte Morten Løvstad, Maritime Business Director Bulk Carriers von DNV GL. „Als einer der größten LNG-Exporteure der Welt ist Australien gut aufgestellt, um den Großhandel mit LNG-Kraftstoff zu unterstützen.“
Der COO von Woodside, Mike Utsler, sagte, für sein Unternehmen sei es sehr attraktiv gewesen, sich an dem von DNV GL geführten Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. „Wir erkennen zunehmend, dass LNG eine Brennstoffwahl darstellt, die einerseits kommerziell vertretbar ist und andererseits eine emissionsarme Alternative zu anderen Treibstoffen ist.“ Utsler hob hervor, dass mit einem Bergbauunternehmen, einer Reederei, einem Schiffsdesigner und einem LNG-Produzenten alle an dem Prozess beteiligten zusammengeführt seien.
JIP hat zwei Hauptziele: den Aufbau und die Beurteilung des Geschäftsmodell von LNG als Treibstoff im Aus tralien-China-Verkehr und die Entwicklung eines LNG-basierten Capesizer-Konzeptdesigns. pk

