Cargotec erzielt weniger Gewinn

Kalmar will bis 2021 die gesamte Produktpalette elektrifizieren, Foto: Cargotec
Der finnische Cargotec-Konzern hat im ersten Halbjahr 2018 einen deutlichen Rückgang beim operativen Ergebnis hinnehmen müssen.
Nachdem die Gesellschaft in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch einen Gewinn von 114,9 Millionen Euro ausgewiesen hatte, kam sie jetzt auf 74,5 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis fiel von 97,6 auf 62 Millionen Euro. Grund dafür ist neben einem leichten Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 1,59 Milliarden Euro auch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm, erklärte CEO Mika Vehviläinen.
Wichtigstes Standbein der Unternehmensgruppe war auch im ersten Halbjahr 2018 Kalmar. Der Hersteller von Umschlaggeräten und Flurförderfahrzeugen für die Hafenwirtschaft verzeichnete einen Umsatz in Höhe von 760 Millionen Euro und hielt damit das Vorjahresniveau. Für gute Aussichten dürfte auch das Orderbuch sorgen: Im ersten Halbjahr erhielt Cargotec Aufträge mit einem Volumen von 983 Millionen Euro – vor Jahresfrist waren es 834 Millionen Euro. Damit belief sich das Auftragsbuch zum Stichtag 30. Juni 2018 auf insgesamt 947 Millionen Euro und stellt mehr als die Hälfte des Konzern-Orderbuchs (knapp 1,8 Milliarden Euro) dar. Darauf aufbauend bekräftigte Vehviläinen noch einmal das eigene Nachhaltigkeitsengagement. Kalmar hatte im Mai angekündigt, bis 2021 die gesamte Produktpalette mit elektrischem Antrieb anbieten zu wollen.
Die zweite maritime Säule des Cargotec-Konzerns, MacGregor, bekam im ersten Halbjahr Aufträge in Höhe von 255 Millionen Euro – vor einem Jahr waren es 257 Millionen Euro. Das Orderbuch wuchs so um 5 Prozent auf 503 Millionen Euro an. Beim operativen Ergebnis schaffte die Sparte trotz Umsatzrückgangs (259 Millionen Euro, minus 18 Prozent) den Sprung in die Gewinnzone: von 2,7 Millionen Euro Verlust auf 3 Millionen Euro Überschuss.
Auf Konzernebene beobachtete Cargotec in den ersten sechs Monaten ein weiteres Wachstum der Service-Erlöse (460 Millionen Euro, plus 3 Prozent). Diese Entwicklung bestätigt aktuelle Markteinschätzungen, nach denen ergänzende Dienstleistungen rund um die eigene Produktpalette immer wichtiger werden. ger