K-Line testet Kite-System

Der Seawing wird je nach Wetterlage automatisch ein- und ausgefahren, Rendering: Airseas
Die japanische Reederei K-Line wird einen Capesize-Bulker der eigenen Flotte mit einem automatisierten Kite-System ausstatten.
Zunächst handelt es sich laut Reederei um einen ersten Test, wobei durch den Windkraftbetrieb die Emissionen des Schiffs um 20 Prozent beziehungsweise um 5200 Tonnen CO2 pro Jahr reduziert werden sollen. Wie der Hersteller des Seawing, die französische Airbus-Tochtergesellschaft Airseas, am Freitag mitteilte, könnte K-Line anschließend bis zu 50 weitere Kites bestellen.
Zudem hätten die beiden Unternehmen laut Airseas eine 20-jährige Zusammenarbeit vereinbart. Dabei werde die Software des Kite-Systems auch in die Plattform Kawasaki Integrated Maritime Solutions, ein Performance-Monitoring-Center, integriert.
Der Seawing soll je nach Wetterlage automatisch ein- oder ausgefahren werden. Im Betrieb soll er den Bulker mittels Windkraft hinter sich herziehen. K-Line und Airseas arbeiten nach eigenen Angaben bereits seit zwei Jahren gemeinsam am Seawing.
Das Konzept ist nicht neu. 2008 absolvierte die „Beluga Skysails“ der inzwischen insolventen Beluga-Reederei ihre Jungfernfahrt als erstes kommerzielles Schiff mit einem Zugdrachensystem des Hamburger Unternehmens Skysails. ger