MAN sucht Nähe zu China

Der Antriebs- und Motorenhersteller MAN Energy Solutions will sich künftig noch stärker im chinesischen Markt positionieren. Mit diesem Ziel wurde jetzt eine unternehmensinterne Vereinbarung zwischen der für die Produktion in China zuständigen Abteilung von MAN Energy Solutions und der Abteilung Aft Ship & Propeller von Four-Stroke Denmark unterzeichnet.

 Im Ergebnis soll das Propellergeschäft im chinesischen Markt durch den Aufbau einer lokalen CPP-Montage- und -Testanlage in Changzhou weiterentwickelt werden. Wie MAN am Mittwoch in Kopenhagen weiter mitteilte, soll der Marktanteil verdoppelt werden, und es sei geplant, Mitte dieses Jahres mit der Montage der ersten Systeme zu beginnen.

„Es gibt mehrere Gründe für uns, näher an den chinesischen Markt heranzurücken“, sagte Jan Zebitz, Head of Aft Ship & Propeller. Einerseits könnten so die Anforderungen an eine lokale Wertschöpfung in China erfüllt werden, andererseits würden die Lieferzeiten für den chinesischen Markt um bis zu zehn Wochen verkürzt werden. „Wir erwarten eine erhebliche Kostensenkung, wenn wir über eine komplette Lieferkette in China verfügen“, stellte Zebitz in Aussicht. Konkret bedeute das: „Wir werden zukünftig keine Komponenten in China kaufen, die zunächst nach Dänemark verschifft und dann nach den Tests wieder zurück nach China zu unseren Kunden transportiert werden müssen.“

Die Propeller- und Achterschiffslösungen von MAN Alpha werden in Dänemark entwickelt und gehen dem Unternehmen zufolge auf die Entwicklung des ersten CP-Propeller-basierten Antriebspakets aus dem Jahr 1902 und auf den ersten, 1903 patentierten, Alpha-CPP-Propeller mit mechanischer Blattverstellung zurück. ger

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