Partnerschaft für 400 Motoren

Die „Carnival Dream“ wird künftig rund um die Uhr von Wärtsilä überwacht (Foto: Wärtsilä)
Der finnische Antriebshersteller Wärtsilä und die britisch-amerikanische Kreuzfahrtreederei Carnival vertiefen ihre technische Kooperation.
Beide Unternehmen unterzeichneten eine über zwölf Jahre reichende Vereinbarung. Deren Wert beträgt rund 900 Millionen Euro. Der erwartete Umsatz für die kommenden 24 Monate, etwa 150 Millionen Euro, wird im Auftragsbuch von Wärtsilä bereits für das erste Quartal 2017 berücksichtigt. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages zum 1. April belaufen sich die erwarteten Erlöse für 2017 auf rund 56 Millionen Euro.
Laut der Vereinbarung werden alle Wartungs- und Überwachungsarbeiten für die 79 Schiffe der Carnival Corporation von Wärtsilä übernommen. Der Vertrag beinhaltet auch Wärtsiläs Dynamic Maintenance Planning (DMP) und das Condition Based Maintenance (CBM). Beide Dienste basieren auf der Erfassung digitalisierter Datenströme von jedem Antrieb. Bei Wärtsilä werden diese Daten durch spezialisierte Ingenieure analysiert. Dies ermöglicht eine Echtzeitoptimierung der Antriebe bei gleichzeitiger Vorhersage von Betriebs- und Wartungsanforderungen. Durch selbst kleinste Verbesserungen hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs an den rund 400 Wärtsilä-Motoren, die von der Vereinbarung betroffen sind, können sich für Carnival erhebliche Einsparungen bei den Flottenbetriebskosten ergeben. Wärtsilä wiederum erhält durch das Auftragsvolumen verstärkt die Möglichkeit, in Forschung und Entwicklung der eigenen Produkte zu investieren.
„Die Vereinbarung baut unsere bisherige Zusammenarbeit zu einer strategischen Partnerschaft aus“, sagte Bill Burke, Chief Maritime Officer bei Carnival. „Für unsere jährlich rund elf Millionen Gäste erhöhen wir damit die Sicherheit und operative Effizienz unserer Schiffe – zwei entscheidende Vorteile auf dem schnell wachsenden Kreuzfahrtmarkt.“ pk

