Rolls-Royce entwickelt Selbststeuer-Prototypen

Die Zukunft des Seetransports könnte in autonom gesteuerten Schiffen liegen. Rolls-Royce will sich darauf einstellen.

„Diese Entwicklung wird kommen. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann sie eintreten wird“, sagte Oskar Levander, Vizepräsident und bei Rolls-Royce für den Bereich der Schifffahrtsentwicklungen verantwortlich, anlässlich der Vorstellung eines Positionspapiers des Antriebsherstellers. Im Zentrum des Papiers steht die Advanced Autonomous Waterborne Applications Initiative (AAWA). Im Rahmen dieses Forschungsprojekts testet und entwickelt Rolls-Royce Sensoren in den harten klimatischen Bedingungen Finnlands. Auf dieser Basis hat das britische Unternehmen schon jetzt ein digitales und selbststeuerndes Schiffsführungssys tem entwickelt, das im Laborversuch erfolgreich arbeitet. „Mit diesem Prototypen erforschen wir nun die notwendige Kommunikation zwischen den in Schiffen verbauten Subsystemen“, sagte Levander weiter.

In dem Positionspapier zeigt Rolls-Royce nicht nur die notwendige Entwicklungsarbeit auf. Auch die kommerzielle Verwertbarkeit solcher Systeme, die notwendigen Sicherheitsanforderungen sowie die sich aus der Autonom-Steuerung ergebenden rechtlichen und gesetzgeberischen Fragen werden beleuchtet.

An dem AAWA-Projekt des britischen Konzerns sind eine Reihe namhafter finnischer Forschungseinrichtungen und Universitäten beteiligt. Die juristischen Fragen wurden zusammen mit renommierten Experten aus der EU untersucht und bewertet. Unterstützung kommt auch von mehreren Reedereien. Der Prototyp wird derzeit auf der Fähre „Stella“ von Finferries getestet. pk

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