Visser setzt auf „Plug-and-play“

In kompaktem Gehäuse vorgefertigt: Scrubber des Herstellers Value Maritime, Abbildung: Value Maritime
Die niederländische Reederei Visser Shipping rüstet drei ihrer Containerschiffe mit neuartigen „Plug-and-play“-Scrubbern des ebenfalls niederländischen Herstellers Value Maritime aus. Der jetzt abgeschlossene Vertrag beinhaltet auch die Option für eine vierte Installation.
Eingebaut werden die Scrubber auf Schiffen mit einer Antriebsleistung von jeweils rund 9000 Kilowatt. Value Maritime hat dafür einen relativ kleinen Wäscher entwickelt. Der vormontierte „Plug-and-play“-Scrubber wird in einem kompakten Gehäuse geliefert und dann an Bord angeschlossen. Er filtert sowohl Schwefel als auch ultrafeine Partikel aus den Abgasen und gewährleistet damit nach Herstellerangaben die Einhaltung der strengsten IMO-Vorgaben.Value Maritime bietet sein Scrubber-System in drei Größen an, die jeweils für Schiffe mit unterschiedlichen Motorgrößen ausgelegt sind. Dazu gehören Antriebsleistungen von drei, sechs und neun Megawatt. Die Abgaswäscher sollen zwischen Oktober und Dezember dieses Jahres auf den Visser-Schiffen installiert werden und damit vor dem Inkrafttreten der neuen IMO-Regelungen zum 1. Januar 2020 einsatzfähig sein.
Nach Angaben eines Reedereisprechers wäre eine herkömmliche, fest installierte Nachrüstung zu komplex und zu teuer geworden, so dass man sich für die unkompliziertere, vorgefertigte Scrubber-Variante entschieden hätte, deren Kosten eher zur Größe der Schiffe passen würden. bo