VTT entwickelt Autopilot
Autonome Schiffe werden in den kommenden Jahren eines der beherrschenden Themen in der maritimen Branche bleiben. Das weiß auch das VTT Technical Research Centre of Finland und hat jetzt ein Autopilot-System für selbstfahrende Schiffe entwickelt. Ein Kernziel des Projekts ist es, Kollisionen auf See zu verhindern. Auf bedrohliche Situationen soll das als „Apilot“ betitelte System selbstständig reagieren und entsprechende Ausweichmanöver umsetzen können. Dafür stehen dem Autopiloten drei Modi zur Verfügung. Standardmäßig ist der „Track“-Modus eingestellt, in dem das Schiff einem vorher festgelegten Kurs folgt. Wenn das System dann eine bestehende Kollisionsgefahr mit einem anderen Fahrzeug ermittelt, soll im „Heading“-Modus eigenständig ein Ausweichkurs festgelegt werden. Für noch feinere Manöver gibt es den „Joystick“-Modus, der speziell etwa für Andockvorgänge gedacht ist.
Wie VTT weiter mitteilte, sollen alle Manöver stets in einem Toleranzbereich zum ursprünglich gesetzten Kurs stattfinden. Wird dieser verlassen, schlägt das System Alarm. Das wiederum bedeutet aber auch, dass landseitiges Personal, eben menschliche Intelligenz, selbst in diesem Konzept nicht unverzichtbar ist. Stattdessen setzt es voraus, dass in einer Fernsteuerungszentrale schnell durch ausgebildete Fachleute eingegriffen werden kann.
Für die weitere Erprobung des Apilots hat das VTT zwei Simulationen in den Gewässern vor Helsinki programmiert. Darin wird der Autopilot in verschiedenen Szenarien getestet. ger