12.000 Besucher im „Polarstern“-Fieber

Mit einem solchen Zuspruch hatten auch die größten Optimisten am Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven nicht gerechnet: Über 12.000 Besucher nahmen am Wochenende die Einladung zum „Open Ship Polarstern“ an.

Das Flaggschiff der deutschen Polarforschung, die Ende 1982 in Dienst gestellte „Polarstern“ erwies sich als der große Publikumsmagnet. Wohl auch deshalb, weil das mit rund 12.600 BRZ vermessene Spezialschiff kein Dauergast in seinem Heimathafen ist. So war das dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gehörende Schiff erst wenige Tage vor dem „Open-Ship-Wochenende“ wieder in der Seestadt eingetroffen, nachdem es erfolgreich eine mehrmonatige Antarktis-Reise abgeschlossen hatte. Mit der Veranstaltung wollte das AWI der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit bieten, sich im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Meere und Ozeane“ über das Leben und Arbeiten an Bord informieren. Das besondere Besuchsevent konnte auch dank der Unterstützung der Bremerhavener Lloyd-Werft verwirklicht werden, an deren Kaianlagen die „Polarstern“ festgemacht hatte. Auf einem spannenden Rundweg erlaubten besondere Geräuschkulissen, Videos und Texttafeln den Besuchern, in die Rolle eines Expeditionsteilnehmers zu schlüpfen. Einige Besucher hatten eine sehr weite Anreise auf sich genommen, darunter sogar Gäste aus der Schweiz. Zeitweise war die Menschenschlange mehrere hundert Meter lang. An Bord des knapp 118 Meter langen und gut 25 breiten Schiffes informierten an den beiden Tagen insgesamt 150 Wissenschaftler über ihre abwechslungsreiche und wichtige Arbeit. „Wir waren überwältigt, wie viele Menschen sich für die ‚Polarstern‘ sowie für die Forschung interessieren“, sagte ein AWI-Sprecher dem THB. EHA

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