Der Umwelt an der Weser verpflichtet

Für die Ingenieure, Techniker und Umweltplaner von bremenports hat der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen Priorität. Das langfristige Ziel ist anspruchsvoll und heißt „grüner“ Hafen.

Von Rüdiger Staats, Pressesprecher bremenports

Bei der Planung von Großprojekten wie dem Offshore-Terminal Bremerhaven und bei der Unterhaltung der komplexen Hafenanlagen orientiert sich bremenports an hohen Umweltstandards. „Der Hafen der Zukunft darf nicht nur ein Hafen sein, der sein wirtschaftliches Potenzial ausschöpft“, formuliert der zuständige Bremer Senator Martin Günthner. „Noch stärker als heute muss er in Zukunft auch der maritimen Umwelt verpflichtet sein.“

Nachhaltigkeit sei für bremenports gelebte Praxis, sagt Robert Howe, der technische Geschäftsführer der Hafen-Managementgesellschaft. In Zusammenarbeit mit Günthners Behörde hat das öffentliche Unternehmen in den vergangenen Jahren diverse ökologisch orientierte Projekte verwirklicht oder angestoßen. Hier einige Beispiele:

▪ Beim Naturausgleich für Eingriffe, die mit dem Ausbau der Bremerhavener Hafenanlagen verbunden sind, setzt bremenports hohe Standards. Auf der Luneplate am südlichen Stadtrand haben die Planer einen mehrere hundert Hektar großen Lebens- und Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Früher wurde hier intensiv Landwirtschaft betrieben – heute ist es das größte Naturschutzgebiet des Landes Bremen.

▪ Nachhaltigkeitsthemen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Arbeit von bremenports – von der umweltbewussten Planung der Bauprojekte über die kostenbewusste Unterhaltung der Hafenanlagen bis zum sensiblen Umgang mit belastetem Baggergut.

▪ Anfang 2012 führten die bremischen Häfen den Environmental Ship Index (ESI) ein: Reeder, die Bremen oder Bremerhaven mit besonders umweltfreundlichen Schiffen bedienen, werden mit Rabatten bei den Hafengebühren belohnt.

▪ Dem umweltfreundlichsten Seeschiff, das die bremischen Häfen anläuft, wird eine Auszeichnung verliehen. Der erste „greenports Award“ ging an den Autotransporter „Morning Linda“ aus der Flotte von EUKOR Car Carriers.

▪ Gleichzeitig veröffentlicht bremenports regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte. Dabei werden zahlreiche Daten ermittelt und dokumentiert – bis hin zum Kohlendioxid ausstoß, der in den öffentlichen Bereichen der bremischen Hafeninfrastruktur und im Unternehmen bremenports 2013 um 13 Prozent gesenkt werden konnte. Die gemeinnützige Stiftung Global Reporting Initiative (GRI) hat Nachhaltigkeit und Transparenz bei bremenports bewertet und zertifiziert.

▪ Das Fuhrpark-Management von bremenports setzt auf den Einsatz verbrauchsarmer Dienstfahrzeuge. Das schlug sich in der Kohlendioxidbilanz des Jahres 2013 mit einem Einspareffekt von 35 Tonnen nieder.

▪ Die aus etwa 20 Arbeitsschiffen bestehende Flotte wird seit einigen Jahren modernisiert. Jetzt beschreitet bremenports neue Wege: Anfang 2015 wurde der Bau einer Baggergutschute in Auftrag gegeben, die umweltfreundlich mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird – es ist der erste deutsche Binnenschiffsneubau mit dieser Technologie. Im Bremer Industriehafen bereitet die Firma HGM Energy den Bau einer trimodalen LNG-Tankstelle vor. Sie soll 2016 den Betrieb aufnehmen. Auf Schiffe, die LNG bunkern wollen, sind die bremischen Häfen bereits vorbereitet: Die Hafenbehörde hat eine Betankung per Tanklastwagen oder Barge grundsätzlich zugelassen.

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