Erster CO2-neutraler Seetransport

Mit Hilfe von spezifischer Software und Emissionszertifikaten ist es Anglo American nach eigenen Angaben gelungen, einen CO2-neutralen Transport per Seefracht durchzuführen.

Das globale Bergbauunternehmen hat sich vorgenommen, seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu senken. Für einen Transport von Erz einschließlich Zu- und Nachlauf von Südafrika nach Europa kalkulierte das Unternehmen einen CO2-Ausstoß von 5.880 Tonnen CO2e, wobei das Kohlenstoffdioxid equivalent das Erderwärmungspotenzial angibt.

Bereits seit längerer Zeit arbeitet Anglo American mit der Software zur Berechnung von Treibhausgasen von RightShip zur Auswahl des passenden Charterers. In diesem Fall beinhaltete die Ausschreibung einen Ausgleich für den CO2-Ausstoß.

Die RightShip-Anwendung zur Treibhausgasemission vergleicht Schiffe ähnlicher Größe und ähnlichen Typs − sowohl von Neubauten als auch von Bestandsschiffen − und bewertet jeden Carrier auf einer Skala von A bis G, wobei A die effizientesten und G die am wenigsten effizienten Schiffe angibt. Hinzu kommen spezifische Merkmale der Route wie die Strecke, die Frachtinformationen, die Treibstoffqualität und der -verbrauch sowie Vor- und Nachlauf.

Um den Ausstoß an CO2 auszugleichen, kaufte Anglo American nach Auswahl seines Carriers Emissionsrechte von South Pole. Die Einnahmen unterstützen das Projekt Gunung Salak Geothermal Energy in Indonesien zur Verbesserung einer Geothermie-Anlage, die dank modifizierter Turbinen und Dampfgas-Ejektoren sauberen Strom aus geothermischen Dampfquellen erzeugt.

Anglo American sieht sich mit diesem ersten emissionsneutralen Transport auf einem guten Weg, seine Klimaziele zu erreichen. acw

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