Initiative gegen Schadstoffe

Wissenschaftler der Universität Rostock haben jetzt in einer internationalen Studie nachgewiesen, dass nicht nur bei Verwendung von giftigem Schweröl, sondern auch von Schiffsdiesel die Feinstaubemissionen extrem gesundheitsschädlich sind.

„Schiffsemissionen verursachen schwerwiegende Erkrankungen der Lungen und des Herzens“, kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die Ergebnisse. Bemerkenswert sei auch, dass die Wissenschaftler als Lösung eine Kombination aus schwefelärmerem Treibstoff plus Rußpartikelfilter vorschlagen. An Land sei die Technik bereits Standard.

Besonders stark von Schadstoffemissionen betroffen sind die Industriestandorte in China. Die Regierung in Peking hat jetzt auf öffentlichen Druck hin Maßnahmen angekündigt, um die Luftverschmutzung durch die Schifffahrt stark einzudämmen. Die Maxime „Wachstum um jeden Preis“ soll fortan nicht mehr gelten. Das Umweltschutzministerium geht davon aus, dass die Schiffsindustrie für mehr als acht Prozent der Schwefeldioxidemissionen und für mehr als elf Prozent der Stickstoffoxydausstöße in China verantwortlich ist.

Die verschärften Emissionsvorschriften der IMO gelten bislang ausschließlich für amerikanische und europäische Gebiete.

Maßnahmen zum Umweltschutz speziell in der Kreuzschifffahrt stehen auf der Agenda der dreitägigen Konferenz „Seatrade Europe“ in Hamburg, die am Donnerstag endet. fab

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