Liberia-Register will Vorgaben für BWM-Systeme lockern

Das Liberianische Schiffsregister setzt sich für eine Lockerung bei der künftigen Bewältigung des Ballastwasser-Managements (BWM) ein.

Demnach soll bestimmten Schiffen nach 2020 zusätzliche Zeit eingeräumt werden, um ein geeignetes BWM-System zu installieren, wie es der Ballast-Wasser-Management-Konvention fordert. Einen entsprechenden Antrag hat das Schiffsregister in dieser Woche auf der Sitzung des IMO Marine Environmental Protection Committee (MEPC 70) in London präsentiert.

Mit Wirkung zum 8. September 2017 wird es für die meisten Seeschiffe in weltweiter Fahrt erforderlich sein, ein BWM-System zu installieren, das nach den IMO-Richtlinien zugelassen ist. Der jetzt gestellte Antrag würde sicherstellen, dass ausreichend geeignete Systeme und Werftkapazitäten vorhanden sind, teilte das Liberia-Register mit. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass die IMO-Richtlinien nicht detailliert genug formuliert sind. Dadurch sei nicht sichergestellt, das die BWM-Systeme ausreichend getestet und geprüft werden können.

„Die überarbeiteten BWMS-Zulassungsrichtlinien werden voraussichtlich annähernd mit dem Genehmigungs sys tem der Vereinigten Staaten in Einklang gebracht“, sagte David Pascoe, US-Manager des Liberianischen Registers. Allerdings gebe es derzeit keine BWM-Systeme, die durch die USA genehmigt wurden, und es könne mehrere Jahre dauern, bis entsprechende Systeme zur Verfügung stehen. „In der Zwischenzeit könnte es erforderlich sein, Zehntausende Schiffe mit Systemen auszustatten, die möglicherweise nicht vollständig mit der Konvention übereinstimmen“, so Pascoe. fab

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