Malta ratifiziert Hong Kong Convention

Malta hat die Hong Kong Convention für sicheres und sauberes Schiffsrecycling der International Maritime Organization (IMO) ratifiziert. Damit sind dem Übereinkommen inzwischen zwölf Staaten beigetreten, die summiert 28,8 Prozent der Welthandelsflotte repräsentieren, wie die IMO jetzt mitteilte.

Dabei stellt Maltas Beitritt einen wichtigen Fortschritt von rund 5 Prozent dar. Zuvor kamen die beigetretenen Staaten – Belgien, der Kongo, Dänemark, Estland, Frankreich, Japan, die Niederlande, Norwegen, Panama, Serbien und die Türkei – zusammen auf rund 23 Prozent der Welthandelsflotte.

Für das Inkrafttreten der Konvention werden 15 Staaten benötigt, die mindestens 40 Prozent der Welthandelsflotte repräsentieren und deren Schiffsrecyclingvolumen nicht weniger als 3 Prozent der Bruttoraumzahl ihrer Handelsflotte darstellt. In der IMO wurde das Übereinkommen im Mai 2009 beschlossen. Seitdem dauert der Ratifizierungsprozess an.

IMO-Generalsekretär Kitack Lim erneuerte erst vergangene Woche auf einem Seminar in Japan seinen Appell für die Hong Kong Convention, um den aktuell vorherrschenden Abbruch-Praktiken, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen, entgegenzuwirken. Zugleich berichtete Lim von Fortschritten, die bereits unabhängig von der Konvention erzielt wurden. Im Fokus stand das von der norwegischen Regierung finanzierte „Sensrec“-Projekt, durch das ein sicheres und sauberes Schiffsrecycling in Bangladesch etabliert werden soll. Das befinde sich inzwischen in der zweiten Phase. Nun gehe es vor allem darum, Recyclingkapazitäten aufzubauen, die den höheren Umwelt- und Sicherheitsstandards der IMO entsprechen.

Deutschland ist der Hong Kong Convention bislang nicht beigetreten. Das Kabinett hatte jedoch im vergangenen Sommer einen Gesetzesentwurf zur Ratifizierung beschlossen. ger

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