Meeresforschung in Serie

Forschungsveteran: Die 1986 gebaute „Meteor“ startete kürzlich zu ihrer 135. Expedition, Foto: Geomar, Didwischus
Aktuellen Studien zufolge hat sich der Sauerstoffgehalt in den Ozeanen der Erde verringert. Wissenschaftler an Bord der „Meteor“ wollen diese Entwicklung nun untersuchen.
Dafür hat das deutsche Forschungsschiff (IMO 8411279) kürzlich die chilenische Hafenstadt Valparaíso mit Kurs auf eine Sauerstoffminimumzone (SMZ) vor der Küste Perus verlassen. Dort existiert aufgrund natürlicher Voraussetzungen ein Bereich, in dem zwischen 100 und 400 Meter Wassertiefe nur wenig bis gar kein Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Messungen der vergangenen Jahre hätten ergeben, dass sich diese SMZ ausdehnt, teilte das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel mit.
Die 135. Ausfahrt der „Meteor“ ist der Auftakt zu drei weiteren Expeditionen, in deren Rahmen die Wissenschaftler an Bord die Entwicklung im Südostpazifik genauer untersuchen werden. Die als „M136“ bis „M138“ betitelten Forschungsfahrten beginnen jeweils in den nächsten drei Monaten.
Die Expeditionen seien zwar intensive Arbeit, aber auch eine große Chance. Erst die Kombination der unterschiedlichen Messergebnisse ermögliche es, die Zusammenhänge der Sauerstoffabnahme im Ozean zu verstehen, erklärte Geomar-Koordinator Dr. Lothar Stramma. Dabei gehe es auch um „die Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften im Meer und die Folgen für die Küstenländer“.
Das Ende der Forschungsreihe ist für den 5. Juli angesetzt. ger