Mehr Landstrom für „Bischis“

Ein Hafen setzt auf „Grün“ – auch bei der Energieversorgung: Duisburg, Foto: THB-Archiv
Europas größter Binnenhafen Duisburg treibt den Ausbau seines Landstromversorgungsnetzes für Binnenschiffe („Bischis“) voran.
Am Mittwoch wurden drei weitere Ladestationen ihrer Bestimmung übergeben. Sie dienen der Versorgung von Binnenschiffen. Das Stations-Trio, ausgerüstet mit jeweils zwei Übergabevorrichtungen, liefert bis zu 63 Ampere pro Anschluss. „Zeitgemäß ist damit nicht nur die Stromversorgung mit ausreichender Energie. Der Ladevorgang wird außerdem mit einer App gesteuert, über die nun auch der Bezahlvorgang – ohne Einrichtung eines Nutzerkontos oder Hinterlegung eines Vertrages – vorgenommen wird“, hebt die Hafengesellschaft Duisport hervor.
Dank dieser neuen Versorgungseinrichtung sei man nunmehr in der Lage, die in Ruhrort anlegenden Binnenschiffe auch „zu moderaten Preisen mit Strom zu versorgen“, ohne dass die an Bord befindlichen Dieselgeneratoren in Betrieb genommen werden müssen. Duisport kündigte zudem an, die landseitige Energieversorgung schrittweise auszubauen.
Lob für diesen Nachhaltigkeitsansatz kommt auch vom Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB), zu dessen Mitgliedern auch Duisport gehört. „Binnenschiffer sind auch an den Liegestellen auf Stromversorgung angewiesen, denn das Schiff bildet ihren Lebensmittelpunkt: Sie arbeiten und leben an Bord und verbringen mit ihren Familien und Mitarbeitern hier einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit.“ Bisher seien Binnenschiffer sehr oft noch auf dieselbetriebene Stromaggregate an Bord angewiesen. Und weiter: „Die verbraucherfreundlich gestalteten Ladestationen an Land machen den Einsatz dieser Lärm und Abgase produzierenden Motoren nun überflüssig, so der BDB weiter. EHA
