„Neuwerk“ birgt tote Pottwale

Das Gewässerschutzschiff „Neuwerk“ (IMO 9143984)hat am Mittwoch vor Helgoland den ersten der beiden toten Pottwale an Deck genommen, die vor der ostfriesischen Insel entdeckt wurden.

Die Besatzung des 78,91 Meter langen Schiffes des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Cuxhaven wird den Jungbullen an Land bringen, wo er weiter untersucht wird. Anschließend solle das Schiff auch den zweiten toten Wal bergen und dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein übergeben, sagte Asmus Plötz, Sprecher des WSA Tönning.

Ob ein Zusammenhang zwischen den vor Helgoland entdeckten Tieren und den drei vor Wangerooge und Büsum gefundenen toten Pottwalen besteht, konnte Plötz nicht sagen. Den Pottwalkadaver, der erst am Mittwoch auf einer Sandbank nahe Büsum entdeckt wurde, behält derzeit die Besatzung des Arbeitsschiffs „Wulf Isebrand“ im Auge.

Auf Wangerooge haben Experten inzwischen damit begonnen, die toten Tiere zu untersuchen. Ein Tierarzt und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung prüfen, in welchem Zustand sich die Kadaver befinden und ob gegebenenfalls eine Gefahr von ihnen ausgeht. Denn bei der Verwesung von Pottwalen entstehen gesundheitsschädliche Gase, die über die Körperöffnungen entweichen. Die Behörden haben deshalb den Fundort an der Ostspitze der ostfriesischen Insel abgesperrt. Nach den Plänen des Umweltministeriums in Hannover sollen die Wale in den Hafen von Hooksiel geschleppt und dort von Fachkräften zerlegt werden.

Das mit 3422 BRZ vermessene Gewässerschutzschiff „Neuwerk“ wurde auf der Volkswerft in Stralsund gebaut und 1998 in Dienst gestellt. Zu seinen Aufgaben gehören die Schadstoffunfallbekämpfung, Tonnenlegen, Eisbrechen, Notschleppen und die Brandbekämpfung. bre/dpa

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