Offshore-Potenzial ausschöpfen

Offshore-Wind gilt als Schlüssel, um in Deutschland große Mengen an grünem Wasserstoff bereit-stellen zu können, Foto: DOTI/Matthias Ibeler
Die Offshore-Windindustrie kann ein wesentlicher Pfeiler der dringend notwendigen Energiewende sein. Das betonte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) am Mittwoch bei einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Offshore-Branche im Klimahaus Bremerhaven.
Die Energiewende führt perspektivisch zu einem höheren Bedarf an erneuerbaren Energien – und der kann nur mit Offshore-Windkraft gedeckt werden, heißt es in einer Mitteilung des Senats. Heute würden knapp 1500 Anlagen in Nord- und Ostsee eine Leistung von 7,6 Gigawatt (GW) zur Verfügung stellen. Wissenschaftler hätten jedoch errechnet, dass in Nord- und Ostsee Potenzial für insgesamt 57 GW besteht.
Der Bund sollte folglich langfristige Ausbaupfade für die Offshore-Windenergie etablieren. Ziel müsse ein jährlicher Ausbau von 2 GW sein, damit die avisierten 35 GW bis 2035 und das Ausbaupotenzial in Nord- und Ostsee vollumfänglich ausgeschöpft werden könnten. Darüber hinaus sollten die vorhandenen freien Netzanschlusskapazitäten von bis zu 2 GW kurzfristig vergeben werden können, um die aktuelle Ausbaulücke zu verkürzen.
Senatorin Vogt bekräftigte zudem Bedeutung der Sektorenkopplung für die Offshore-Windindustrie ist. Bremerhaven könne einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung von Prototypenanwendungen für grünen Wasserstoff leisten. „Für grünen Wasserstoff brauchen wir Windenergie“, sagte Heike Winkler von der Windenergie-Agentur Bremerhaven. Offshore-Wind sei wegen der stetigen Stromproduktion der Schlüssel, um in Deutschland große Mengen an grünem Wasserstoff bereitstellen zu können. bek
