Plastikmüll in Wal gefunden

Forscher der norwegischen Universität Bergen haben 30 Plastiktüten und jede Menge Mikroplastik im Magen eines Wals gefunden. Das Tier musste am Wochenende auf der Insel Sotra westlich von Bergen getötet werden, weil es immer wieder in Richtung Land schwamm.

Bei der Obduktion des über zwei Tonnen schweren Kadavers in der marinebiologischen Station der Universität entdeckten die Forscher die großen Mengen Plastikmüll.

Terje Lislevand, Zoologe der Universität, sagte: „Der Magen war voll mit Plastiktüten und Verpackungen.“ Auf dem Müll hätte er dänische und englische Aufschriften gefunden, wie er der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Wal wegen Magesäurepfropf vermutlich verhungert

Die Speckschicht des Wals sei sehr dünn und sein Darmsystem fast völlig leer gewesen, erklärte Lislevand weiter. Das Plastik hatte vermutlich einen Pfropfen im Magen des abgemagerten Meeressäugers gebildet.

Der Zoologe nimmt an, dass der Wal gelitten hat und deshalb die flachen Gewässer vor Sotra aufsuchte.

In Deutschland laufen aktuell verschiedene Forschungsprojekte rund um das Thema Plastikmüll. So setzten beispielsweise Wissenschaftler der Universität Oldenburg rund 100.000 Holzschiffchen im Jadebusen aus. Holz verhalte sich ähnlich wie Plastik, so könnten die Strömungsverläufe nachvollzogen werden (THB 13. Oktober 2016).

Anlässlich des Wissenschaftsjahres „Meere und Ozeane“ 2016/17 fördert die Bundesregierung Vorhaben dieser Art mit insgesamt rund 28 Millionen Euro. ger

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben