Ticker: Husum Wind startet erstmals als deutschsprachige Regionalmesse

Die Messe Husum Wind 2015 hat am Dienstag mit einem neuen Konzept ihre Tore geöffnet. Unter dem Motto "Die Energiewende konkret erleben" präsentiert sie sich erstmals als Regionalmesse für den deutschsprachigen Markt. Rund 650 Aussteller werden den erwarteten 20.000 Besuchern vier Tage lang Produkte und Dienstleistungen rund um die Windindustrie zeigen. Husum sei die "Mutter aller Windmessen", sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bei der Eröffnung.

Schleswig-Holstein habe europaweit an der Entwicklung der Windenergie-Branche überdurchschnittlichen Anteil, betonte er. "Wenn wir über die Zukunft Schleswig-Holsteins nachdenken, dann ist Windenergie der zentrale Standortfaktor. Unser Land ist Vorreiter und Vorbild, wenn es darum geht, die Energiewende mit Leben zu füllen und unsere Stromnetze mit Energie", sagte Albig.

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bezeichnete Schleswig-Holstein und die Hansestadt als "Vorreiter der Energiewende in Deutschland und vielleicht auch in Europa". Norddeutschland sei das europäische Kraftzentrum der zukunftsträchtigen Windbranche, sagte er.

Der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers, wies auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien für Deutschland hin. Rund 350.000 Menschen würden in diesem Sektor aktuell arbeiten, 140.000 davon in der Windenergie-Branche. "Wir zählen zu einer der wesentlichen Säulen der deutschen Industrielandschaft." Die Branche könne für Deutschland eine Bedeutung bekommen, wie sie derzeit die Automobilbranche innehabe.

Länderpartner der Messe ist Baden-Württemberg. Der Südwesten gilt als wichtige Zulieferer-Region für die Windindustrie.

Die Veranstalter bieten den Besuchern ein umfangreiches Programm mit Foren, Workshops, Podiumsdiskussionen und Seminaren. Dazu kommen Exkursionen - etwa zu einem Bürgerwindpark. Zudem werden auf der Jobmesse "Windcareer" die Berufsfelder und Einstiegsmöglichkeiten der Branche vorgestellt. dpa/lno

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