Wissenschaftler auf Nordsee-Mission

Setzt sich die seit Jahren zu beobachtende Erwärmung der Nordsee fort, oder wie steht es um die Schadstoffbelastung dieses auch für Deutschland so wichtigen Meeres?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht ein Dutzend Top-Wissenschaftler im Wortsinne auf den Grund, wenn sie ab dem 4. August an Bord des irischen Forschungsschiffes „Celtic Explorer“ ab Hamburg Kurs auf die Nordsee nehmen. Die Federführung für die sogenannte „Gesamtaufnahme der Nordsee“ liegt erneut beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die umfassende Bestandsaufnahme findet zum 19. Mal in Folge nach dem ab 1998 eingeführten standardisierten Verfahren statt. Doch auch bereits davor hatte sich das BSH systematisch um die Nordsee gekümmert, so dass die maritime Behörde inzwischen über einen wertvollen Datenschatz verfügt, der einen Gesamtzeitraum von 50 Jahren abdeckt.

Die für diese Mission erneut eingecharterte „Celtic Explorer“ wird tags zuvor am Steinweg-Terminal in Hamburg für ihre mehrwöchige Mission ausgerüstet. Wie in den Vorjahren gliedert sich die Forschungsfahrt wieder in zwei Abschnitte. Der erste endet am 26. August im schottischen Aberdeen. Von dort aus sticht das Spezialschiff dann zum zweiten Teil der Erkundungsfahrt in See. Die Nordseeaufnahme endet am 10. September 2016 in Kiel.

Bei der 4000 Seemeilen langen Forschungstour untersuchen die Wissenschaftler auf einem Netz von über 100 Stationen Wasserproben und ermitteln aktuelle ozeanografische und meeres chemische Daten. Daraus können Angaben über die räumliche Verteilung von Temperatur, Salzgehalt und Dichte des Seewassers gewonnen werden.

Zusätzlich führt das BSH im Rahmen des Projektes „MeSMarT (Measurements of Shipping Emissions in the Marine Troposphere) in Kooperation mit dem Institut für Umweltphysik der Universität Bremen auch luftchemische Messungen durch. Damit lässt sich die Belastung der Luft durch Stickoxide und weitere Schiffsemissionen ermitteln und dann auch dokumentieren. Die ozeanografische Vermessung leitet der Ozeanograf Holger Klein. Für den zweiten Reiseabschnitt zeichnet in diesem Jahr die Chemikerin Dr. Sieglinde Weigelt-Krenz verantwortlich. EHA

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