Zusätzliche Schutzzonen erforderlich

Zum Erhalt der Artenvielfalt in der Tiefsee ist die Einrichtung weiterer Schutzgebiete erforderlich.

Das forderten jetzt Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung bei der Hauptversammlung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston/Jamaika. Die Wissenschaftler des in Kiel koordinierten Projektes „JPIO MiningImpact“ stellten dort neueste Erkenntnisse über mögliche ökologische Folgen des Tiefseebergbaus vor. Die Basis für ihre Informationen sammelten sie 2015 auf vier Expeditionen mit dem deutschen Forschungsschiff „Sonne“ sowie mit dem britischen Forschungsschiff „James Cook“ in der Clarion Clipperton Zone im zentralen Pazifik und im Perubecken.

„Bei der aktuellen ISA-Versammlung ging es auch um zukünftige Regeln für Tiefseebergbau, den sogenannten Mining Code“, erklärt Dr. Matthias Hae ckel vom Geomar, Projektkoordinator von „JPIO MiningImpact“. „Deshalb waren wir froh, unsere Ergebnisse vorstellen zu können. Zusammen mit ihm waren Dr. Daniel Jones vom Natio nal Oceanography Centre Southampton, Prof. Dr. Ann Vanreusel (Ghent University) und Prof. Dr. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung nach Jamaika gereist. Resultierend aus ihren bisherigen Ergebnissen gaben sie zahlreiche Anregungen für den Mining Code. Insbesondere hoben sie hervor, dass die Ökosysteme rund um die Manganknollen im Pazifik aus sehr unterschiedlichen festsitzenden und mobilen Organismen bestehen. Ebenso ändere sich die Artenvielfalt mit der Manganknollendichte.

„Die Manganknollen sind essenziell, um die Biodiversität in der Tiefsee zu erhalten“, so Haeckel. Weiterhin betonten die Wissenschaftler, dass die Störungen der Manganknollen-Ökosysteme durch Tiefseebergbau über viele Jahrzehnte nachwirken würden. Daher empfahl das Team, Schutzzonen einzurichten, in denen die gleichen Umweltbedingungen herrschen wie in den Abbaugebie ten. bre

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