EU-Kommission genehmigt finnische LNG-Subvention
Die EU-Kommission macht den Weg frei für den Aufbau eines großräumigen LNG-Bevorratungs- und Versorgungsnetzwerks in Finnland.
Sie erlaubt dem finnischen Wirtschafts- und Arbeitsministerium, den Bau eines LNG-Terminals im westfinnischen Hafen Pori mit 23 Millionen Euro zu bezuschussen. Die Gesamt investition für die Anlage beläuft sich nach aktuellem Planungsstand auf einen Betrag zwischen 81 und 86 Millionen Euro. Projektträger für den Terminalkomplex, dessen Tanks bis zu 30.000 Kubikmeter Flüssigerdgas speichern sollen, ist das Energieversorgungsunternehmen Skangas Ltd. Wenn das Projekt im Laufe des Herbstes 2016 fertiggestellt ist, wird es der erste LNG-Terminal in Finnland sein. Das nordische EU-Land will sich mit der Einbeziehung von LNG in die nationale Energieversorgung auch unabhängiger von Erdgaslieferungen über landgestützte Pipelines machen.
Der Terminal in Pori wird gleich mehrere Versorgungsaufgaben übernehmen. Neben der Einspeisung von Erdgas, das auf dem Seeweg importiert wird, soll über die Anlage auch direkt das knapp zwölf Kilometer entfernt liegende Industrie- und Gewerbegebiet „M 20“ zuverlässig mit Erdgas versorgt werden. Dar über hinaus soll der Terminalkomplex die Bewohner der eher dünn besiedelten Westküste mit Erdgas beliefern. Schließlich ist geplant, dass von Pori aus die Schifffahrt den alternativen Brennstoff erhält. Daher wird der Terminal technisch so ausgerüstet, das hier LNG-Bunkerschiffe festmachen und beliefert werden können. Die Feinverteilung in die Fläche soll dar über hin aus mittels Tank-Lkw erfolgen. EHA

