300 Box-Carrier liegen auf
Die Weltcontainerschifffahrt verharrt im Krisenmodus. Das zeigte sich einmal mehr auch auf dem „Hansa Schifffahrtsforum“, das am Donnerstag in Hamburg durch die gleichnamige maritime Fachzeitschrift zum 19. Mal ausgerichtet wurde. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Leitsatz „New Horizons“.
Ein Beleg für die fortwährende Krise: Knapp 300 Containerschiffe mit einer Kapazität von rund einer Million TEU liegen derzeit weltweit auf, was gut fünf Prozent der Flottenkapazität entspricht. Probleme bereiten vor allem die konjunkturellen und strukturellen Veränderungen. Die Marktlage werde auch dadurch ungünstig beeinflusst, dass immer mehr Großcontainerschiffe in Dienst gestellt werden. Zu den bemerkenswerten Darlegungen gehörte, dass das vor gut sechs Jahren eingeführte „Slow Steaming“, das Kapazitäten in der Containerschifffahrt binden sollte, inzwischen bereits wieder hinterfragt wird. So würden zum Beispiel Bulker wieder schneller fahren, was auch dank der historisch niedrigen Bunkerpreise begünstigt werde.
Für 2016 stehe der Schifffahrtsstandort Deutschland vor einer erneuten Zäsur. Die Banken würden ihre Stillhaltestrategie aufgeben. 2016 stehe daher eine Art Ausverkauf bevor. Nach dem Rückzug der Commerzbank drohe 2016 mit der HSH Nordbank der zweite große Ausstieg eines deutschen Schiffsfinanzierers. Zu vernehmen waren auf dem Forum Empfehlungen, sich daher nach Alternativen bei geplanten Projektfinanzierungen umzusehen. EHA/fab




